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war mit meinen verbunden Händen und Armen ganz hilflos. Mit meinen schriftlichen Arbeiten in der Schule bin ich auch sehr zurückgeblieben und muß zum Jahres= Schluß, Anfang April, jetzt fest gearbeitet werden.
Zu meinem und unserem größten Bedauern mußte ich lesen, daß du, lieber Onkel, Dich über Winter nicht recht wohl gefühlt hast. Möge die Krankheit nicht ernster Natur sein und unter der liebsorgfältigen Pflege unserer lieben Tante baldige Gesundheit wieder einkehren! In den letzten Tagen hatte ich einen Lichtbildervortrag im Speyerer „Frohsinn“, Keßlers Verein. Da erzählte mir der alte Herr Groß, der zum 2ten Mal in Amerika war, er habe in [roman:] Phila. [/roman] erfahren, Du würdest in [roman:] New York [/roman] wieder einen größeren Verein dirigieren. Überall, wo er sich nach Dir erkundigt hätte, würde man mit größter Hochachtung von Dir, lieber Onkel, und Deiner lieben Frau, unserer guten Tante, sprechen. Wenn er Deine Adresse gehabt hätte, hätte er Euch aufgesucht. Mit größtem Interesse habe ich Euere Zeitungsaus= schnitte verfolgt und das „Ebenbild“ meiner Mutter habe ich neben unser Familiengruppenbild gelegt. Die Ähnlichkeit hat uns sehr überrascht und hat kinder= frohe Erinnerungen in mir geweckt. Herzlichen Dank
